Wenn Sie noch nie von Daulat ki Chaat gehört haben, sind Sie nicht allein, und genau das ist der Punkt. Dieses Dessert gibt es nur in den kalten Monaten, nur in den Gassen von Alt-Delhi und nur bis zum Mittag, wenn der Schaum, aus dem es besteht, still in sich zusammenfällt. Verpasst man dieses Zeitfenster, muss man ein ganzes Jahr warten.
Die Zubereitung ist in ihrer Schlichtheit fast schon theatralisch. Vollmilch und Sahne werden langsam erhitzt, über Nacht gekühlt und dann über Eis geschlagen, bis sie sich in etwas beinahe Unwirklich-Leichtes verwandeln. Es ist eine Wolke aus süßem, luftigem Schaum, geschichtet in Tonschalen und vollendet mit Safran, Mawa, zerstoßenen Pistazien, getrockneten Rosenblättern und einem Schimmer aus Silberwarq. Es schmilzt, noch bevor man ganz entschieden hat, was man davon hält.
Über seinen Ursprung wird mit warmer Leidenschaft gestritten. Afghanische Händler, gujaratische Kaufleute und zentralasiatische Nomaden wurden alle bereits genannt. In Lucknow ist dieselbe Zubereitung als Makhan Malai oder Nimish bekannt. Was auch immer seine Ursprünge sein mögen, Daulat ki Chaat gehört zu den großen Genüssen Alt-Delhis: entschleunigt, saisonal und jede Suche an einem kalten Wintermorgen wert.