Einmal im Jahr, am Vollmond des Monats Vaishakha, werden drei der bedeutendsten Momente der buddhistischen Geschichte zugleich gewürdigt: die Geburt, die Erleuchtung und das Ableben des Buddha. Es ist der heiligste Tag im buddhistischen Kalender, und in ganz Indien, Sri Lanka und Bhutan werden nur wenige Tage mit größerer Ehrfurcht begangen.
In Indien strömen Pilger nach Bodh Gaya, Sarnath und Kushinagar, um Opfergaben darzubringen, zu singen und eine Stille zu erfahren, die nur diese Orte bieten können.
In Sri Lanka verwandelt Vesak die Insel vollständig. Die Straßen leuchten im Schein handgefertigter Laternen, kunstvolle Pandals säumen die Straßen, und an Gemeinschaftstischen wird allen Passanten Essen angeboten – eine Tradition der Großzügigkeit, die diese Nacht prägt.
In Bhutan richtet sich die Feier nach innen. Butterlampen flackern in Klöstern, Mönche versammeln sich zum Gebet, und der Tag wird zu einem nationalen Moment der Besinnung auf Vergänglichkeit und Mitgefühl.
Drei Länder, ein Vollmond und eine Stille, die noch lange nachwirkt.