Ladakh startet Indiens erste Hochgebirgs-Wildtiersafari

11. August 2026

Ladakh bereitet den Start von Indiens erster Hochgebirgs-Wildtiersafari vor. Zuvor hatte Vizegouverneur Vinai Kumar Saxena geführte Jeep-Safaris auf Routen zur Beobachtung von Schneeleoparden und Vögeln in der gesamten Region genehmigt.

Die Initiative orientiert sich an den Safari-Angeboten in Kaziranga und Ranthambore. Zum Einsatz kommen offene Fahrzeuge, die von geschulten lokalen Fahrern und Guides gesteuert werden. Mögliche Routen werden derzeit im Hemis National Park, in Changthang, im Karakoram Wildlife Sanctuary sowie in weiteren wildtierreichen Gebieten wie Nubra, Zanskar, Sham, Kargil und Drass identifiziert. An wichtigen Beobachtungsstandorten sollen zehn Vogelbeobachtungshütten eingerichtet werden. Außerdem werden 20 junge Menschen aus der Region in der Identifikation und Beobachtung von Vögeln geschult.

Die Initiative soll illegales Fahren abseits der vorgesehenen Strecken eindämmen und Störungen der Tierwelt reduzieren. Gleichzeitig sollen strukturierte wirtschaftliche Möglichkeiten für die lokalen Gemeinden geschaffen werden. Ladakh beherbergt 477 der geschätzten 718 Schneeleoparden Indiens und ist damit der wichtigste Lebensraum dieser Art im Land.

Das Projekt fällt unter die neu gegründete SHAN Conservation Society, die mit der Entwicklung eines umfassenderen Konzepts für gemeinschaftsbasierte Naturschutzmaßnahmen, plastikfreien Tourismus und nachhaltige Einkommensmöglichkeiten beauftragt wurde. Weitere Pläne umfassen Wildtierclubs an 50 Schulen, Fotografie-Stipendien für junge Menschen aus der Region sowie Schulungen für Kunsthandwerkerinnen zur Herstellung von Souvenirs mit Wildtiermotiven.

Schreibe einen Kommentar

Your email address will not be published.

Don't Miss