Kataragama Esala Festival: Sri Lankas furchtlosester Akt der Hingabe (Juli/August 2026)

25. Mai 2026

In der heiligen Stadt Kataragama im Süden Sri Lankas ereignet sich jedes Jahr unter dem Esala-Vollmond etwas Außergewöhnliches. Vierzehn Nächte lang zieht eines der ältesten und eindringlichsten Feste Asiens mehr als eine halbe Million Pilger verschiedener Glaubensrichtungen an – zu einer Feier, die seit über zweitausend Jahren Bestand hat. Zu diesen Glaubensrichtungen gehören Hinduismus, Buddhismus, Islam und die Tradition der Vedda.

Das Fest ehrt Lord Skanda, den Gott des Krieges und des Sieges, der der hinduistischen Überlieferung zufolge Kataragama zu seinem irdischen Wohnsitz wählte, nachdem er sich in Valli, eine junge Frau aus dem Volk der Vedda, verliebt hatte. Diese Verbindung zwischen dem Göttlichen und dem Sterblichen soll der Stadt ihren heiligen Charakter verliehen haben, und seither pilgern Gläubige hierher, um seinen Segen für Schutz und Wohlstand zu erbitten.

Jeden Abend führen kunstvoll geschmückte Elefanten Prozessionen durch die heiligen Straßen der Stadt an, begleitet von traditionellen Tänzern, Feuerjongleuren und Trommlern, deren Rhythmen noch lange nach dem Vorüberziehen der Prozession nachhallen. Nacht für Nacht gewinnt das Fest an Intensität und gipfelt in der legendären Feuerlauf-Zeremonie, bei der Gläubige barfuß über glühend rote Kohlen gehen – als Akt höchsten Glaubens.

Es endet mit der Wasserzeremonie am Menik Ganga, wo sich die versammelte Menge in den Wassern badet, die durch das Ritual als geheiligt gelten.

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