C.V. Raman: Der Mann, der veränderte, wie die Welt Licht sieht

25. Mai 2026

Im Jahr 1921, während einer Reise nach Europa, blickte C.V. Raman auf das Mittelmeer und war von der damals akzeptierten Erklärung dafür, warum es blau ist, nicht überzeugt. Diese für ihn typische, präzise und unermüdliche Neugier führte ihn sieben Jahre später zu einer der bedeutendsten Entdeckungen der modernen Physik.

Raman wurde 1888 in Tiruchirapalli geboren und war in jeder Hinsicht ein Wunderkind: Er schloss seine Universitätsausbildung bereits in seinen mittleren Teenagerjahren ab und veröffentlichte seine erste Forschungsarbeit mit achtzehn Jahren. Über Jahre hinweg betrieb er unabhängige Forschung neben einer Regierungsstelle in Kalkutta, bevor die akademische Welt auf ihn aufmerksam wurde und seiner Arbeit die verdiente Anerkennung zuteilwerden ließ.

1928 entdeckte Raman gemeinsam mit seinem Studenten K.S. Krishnan, dass, wenn Licht durch ein transparentes Material fällt, ein Teil davon mit einer anderen Wellenlänge gestreut wird. Der Raman-Effekt, wie dieses Phänomen bekannt wurde, eröffnete völlig neue Möglichkeiten in der Molekularwissenschaft und ist bis heute grundlegend für die Spektroskopie.

1930 wurde er der erste Asiate, der den Nobelpreis für Physik erhielt. Indien ehrte ihn 1954 mit dem Bharat Ratna. Er arbeitete bis zuletzt weiter – an dem Forschungsinstitut in Bangalore, das er selbst aufgebaut und nach sich benannt hatte.

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