Pakoras: Das frittierte Gebäck, das zum Gefühl wurde

14. August 2026

Lange bevor es dafür einen englischen Namen gab, existierte der Pakora bereits als Pakvavata in Sanskrit-Texten – ein zusammengesetztes Wort, das schlicht „gekochter Klumpen“ bedeutet. Frühe Spuren finden sich sowohl in der Sanskrit-Literatur als auch in der tamilischen Sangam-Literatur: runde Küchlein aus Linsen oder Gemüse, die in Öl frittiert wurden und in mehr als tausend Jahre alten Versen beschrieben sind. Was als bescheidene Erwähnung in frühen Schriften über Essen begann, entwickelte sich schließlich zu etwas weit Größerem – zu einem Snack, der seinen Weg in nahezu jeden indischen Haushalt fand.

Den einen Pakora gibt es nicht. Da ist die in Besan-Teig ausgebackene Zwiebel aus Punjab, die Kartoffel-Bhajia aus Gujarat, das schlichte Bhaji aus Maharashtra und das bengalische Beguni aus Aubergine. Was gleich bleibt, sind Kichererbsenmehl, Wasser und Gewürze wie Kurkuma, Chili und manchmal Ajwain, die das Gemüse umhüllen, bevor es in heißem Öl goldbraun frittiert wird. Was sich verändert, ist der regionale Instinkt – das, was gerade im Haus vorhanden ist, und das, was die jeweilige Jahreszeit mit sich bringt.

Seine wahre Heimat aber ist der Monsun. Regen am Fenster, ein Teller heißer Pakoras und eine Tasse Chai. Es ist weniger ein Rezept als vielmehr eine Erinnerung – weitergegeben, ohne jemals auf Papier festgehalten werden zu müssen.

Für ein Land mit tausend verschiedenen Küchen gehören Pakoras zu den wenigen Dingen, bei denen sich fast alle einig sind.

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